Müssen Projektmanager zertifiziert sein?
Vor ein paar Wochen hatte ich ein recht interessantes Gespräch mit einem Personalberater. Er hatte den Kontakt gesucht, weil er mir eine Stelle anbieten wollte. Da ich jedoch im April bereits eine neue Stelle antreten werden, habe ich dankend abgelehnt. Daraufhin meinte er wohlwollend, er könne mir noch ein paar Tipps geben, wie ich meine Karriere in IT-Projektmanagement und –Beratung noch besser pushen könnte. „Zuhören kostet nichts”, dachte ich mir und beschloss, mir seine Ratschläge einfach mal anzuhören. „Wenn Sie Projektmanagement machen wollen, müssen Sie sich zertifizieren lassen”, sagte er. Wirklich? Muss ich das? Was bringt es mir und was kostet es?
Die beiden in Deutschland am bekanntesten Anbieter für Projektmanager-Zertifikate sind laut dem Personalberater die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. (GPM) und das international operierende Projekt Management Institute (PMI). Die Webseiten beider Anbieter erschließen sich dem Besucher nicht unbedingt sofort (man könnte fast sagen, sie sind etwas unübersichtlich), so dass ich hier einmal versuche, einen tabellarischen Vergleich der beiden Zertifikate aufzustellen.
Das Thema Vertragsrecht gehört zugegebenermaßen nicht unbedingt zu meinen Lieblingsthemen. Notgedrungen habe ich im Rahmen meines Studiums zwar einen Kurs, der sich mit „Wirtschaftlich relevanten Teilen des öffentlichen und privaten Rechts“ beschäftigte, belegt, die Klausur in diesem Kurs aber nur mit Hängen und Würgen bestanden. Die Paragraphensammlungen, die wir bearbeiten mussten, kamen wir damals wie ein überaus mächtiges, aber auch seltsam düsteres Regelwerk vor, um das man lieber einen weiten Bogen machen sollte. Das geht aber leider nicht immer. Zum Beispiel dann nicht, wenn man zufällig eine Individualsoftware bei einer sehr kleinen Softwarefirma gekauft hat und kein Kaufvertrag abgeschlossen wurde.