Qualität ist eigentlich ganz einfach

daumenhoch_5001Vor ein paar Tagen habe ich das “deutschsprachige Standardwerk für Requirements Engineering” (so oder so ähnlich behaupten das jedenfalls die Rezensenten dieses Buches auf amazon) erstanden. Es geht um ein schönes, dickes, orange-rotes Buch mit dem Titel “Requirements-Engineering und Management” von Chris Rupp. Gleich in den ersten Seiten des Werkes findet man einen spannenden Beitrag von Walter Wintersteiger, der sich damit befasst, was eigentlich die Begriffe Software und Qualität bedeuten. Bei der Definition von Software wird zunächst das zusammengefasst, was jeder Informatik-Student (rein theoretisch) gleich im ersten Semester lernt: Software besteht aus Programmcode und Dokumentation. Wenn eines dieser beiden Bestandteile fehlt, dann ist es laut Wintersteiger “(…) entweder Belletristik oder Schrott (…)” ([1], S. 19) - als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln, weil ich finde, dass er damit den Nagel genau auf den Kopf trifft.

Treffend ist auch, was Herr Wintersteiger zum Thema Qualität zu sagen hat. Über Qualität wird in den meisten Unternehmen viel geredet und der uninformierte Mitarbeiter assoziiert Qualität vor allem damit, wie gut oder schlecht eine Leistung erbracht wird. In dem Buch “Requirements-Engineering und Management” findet man allerdings ein etwas anderes und objektiveres Qualitätsverständnis: “Qualität gibt an, in welchem Maße ein Produkt (Ware oder Dienstleistung) den bestehenden Anforderungen entspricht” ([1], S. 20). Nicht mehr und nicht weniger - also eigentlich ganz einfach. Schwierig wird es nur dann, wenn die Anforderungen nicht bekannt sind. Wenn die Anwender oder Auftraggeber selbst gar nicht so genau wissen, was sie später einmal mit dem Stück Software, das programmiert oder angepasst werden soll, anfangen wollen. Ich bin gespannt, ob mir die Lektüre von Chris Rupps Buch helfen wird, meine hellseherrischen Fähigkeiten etwas zu verbessern. ;)

Quellen:

[1] Rupp, Chris: Requirements-Engineering und Management - Professionelle, iterative Anforderungsanalyse für die Praxis, 4. Auflage, München: Hanser, 2007
Foto: www.realtime-collaboration.de

Tuesday, March 3rd, 2009 at 13:56
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