Wer schreibt, der bleibt (Teil II)

Vor einiger Zeit habe ich in diesem Blog darüber geschrieben, wie wichtig es in Projektbesprechungen ist, die wichtigsten Informationen und ALLE Absprachen zwischen den Beteiligten schriftlich festzuhalten und allen Teilnehmern zur Kenntnis zu geben. Das ist jedoch nicht der einzige Bereich, in dem sich der Griff zum Stift, ähh pardon, in die Tasten lohnt. Auch bei Terminabsprachen lohnt es, das Ganze noch einmal schriftlich zu bestätigen. Wer schon einmal bei einem Geschäftspartner vor verschlossener Tür gestanden hat, weil es Probleme bei der Absprache gab, weiß, was ich meine… ;) Mehr lesen…

Friday, March 5th, 2010 at 21:10

Nachhaltige IT mal anders

Green-IT-LogoNachhaltigkeit ist das Modewort der letzten Monate. Durch die Finanzkrise anscheinend urplötzlich darüber belehrt, dass kurzfristiger Profit langfristig nicht unbedingt zu den besten Ergebnissen führt, wollen alle nun nur noch nachhaltig sein. Auch in der IT. Aber: nachhaltige IT, was ist das eigentlich? Ist das der kleine grüne Aufkleber mit einem blätterbewachsenen Stecker und dem Schriftzug “Green IT”, der auf meinem Notebook prangt? Oder das 100-Dollar-Notebook der One Laptop per Child-Initiative, dass Kindern in ärmeren Ländern den Zugang zu moderner Informationstechnologie unabhängig von den finanziellen Verhältnissen ihrer Familien geben soll? Das sind zwei ökologische und soziale Aspekte der IT-Nachhaltigkeit, die in den Medien relativ präsent sind. Darüber dass auch in anderen Bereichen der IT die Nachhaltigkeit eine Rolle spielen kann, liest man dagegen seltener.

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Wednesday, August 19th, 2009 at 16:15

Ich schätze mal, dass wir fünf Tage brauchen

Die Robin-Hood-Verarschung von Mel Brookes mit dem Titel “Robin Hood - Helden in Strumpfhosen” aus dem Jahre 1993 ist immer noch einer meiner Lieblingsfilme. In dieser herrlich albernen Kevin-Costner-Parodie gibt es eine Szene, in der Blinzler, der blinde Familiendiener von Robin, hoch über den Baumwipfeln auf einem Ausguckturm steht. Robin reitet heran und fragt - berechtigterweise - “Blinzler, was machst Du denn da?” Blinzler bewegt hektisch den Kopf um die Herkunft der Stimme zu orten und antwortet: “Ääähhh, ich schätze.” “Aber Blinzler, was schätzt Du denn?” so Robin. “Ich schätze mal, dass keiner kommt”, erwidert Blinzler und steigt dann vom Ausguck herunter.

In Softwareprojekten wird bei Schätzungen auch oft die sogenannte “Blinzler Methode” angewendet. Genau wie in dem Film versuchen sich Projektbeteiligte an der Beurteilung eines Sachverhaltes, den sie jedoch streng genommen gar nicht beurteilen können,

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Sunday, August 9th, 2009 at 15:51

Wer ist eigentlich “er”?

Nachdem mich gestern ein Vortrag von Ossi Urchs  (ein Mensch mit Rauschebart, der sich gerne Internet-Visionär nennt) ein bisschen philosophisch gestimmt hat, heute mal ein geisteswissenschaftlich angehauchter Beitrag. ;) Mir ist nämlich gerade aufgefallen, dass ich und meine Kollegen oft “er” sagen, wenn wir über das Verhalten einer Software bzw. eines IT-Systems sprechen. Sätze wie “Den Wert nimmt er nicht an”, “Erkennt er das nicht automatisch?” oder “Dann prüft er das Verzeichnis auf neue Dateien” sind da ganz alltäglich. Aber ich denke, dass sich niemand jemals wirklich gefragt hat, wer “er” eigentlich ist.  Grammatikalisch korrekt heißt es ja die Software oder das System, so dass wir eigentlich sagen müssten “Sie will nicht so wie ich” oder “Was macht es denn jetzt schon wieder?”.  Aber solche Sätze höre ich - auch von mir selbst - eigentlich nie. Wer ist denn jetzt nun eigentlich mit “er” gemeint: Der Computer? Der Programmierer, der uns augenscheinlich im Moment an der Nase rumführt? Wie auch immer, ich finde diesen vollkommen selbstverständlichen Sprachgebrauch irgendwie ulkig - und wäre ich jetzt auch ein Visionär, würde ich jetzt wahrscheinlich versuchen, das als klares Anzeichen zu deuten, dass nicht die Maschinen die Menschen maschineller machen, sondern wir die Maschinen menschlicher!

Wednesday, March 11th, 2009 at 17:21

Qualität ist eigentlich ganz einfach

daumenhoch_5001Vor ein paar Tagen habe ich das “deutschsprachige Standardwerk für Requirements Engineering” (so oder so ähnlich behaupten das jedenfalls die Rezensenten dieses Buches auf amazon) erstanden. Es geht um ein schönes, dickes, orange-rotes Buch mit dem Titel “Requirements-Engineering und Management” von Chris Rupp. Gleich in den ersten Seiten des Werkes findet man einen spannenden Beitrag von Walter Wintersteiger, der sich damit befasst, was eigentlich die Begriffe Software und Qualität bedeuten. Bei der Definition von Software wird zunächst das zusammengefasst, was jeder Informatik-Student (rein theoretisch) gleich im ersten Semester lernt: Software besteht aus Programmcode und Dokumentation. Wenn eines dieser beiden Bestandteile fehlt, dann ist es laut Wintersteiger “(…) entweder Belletristik oder Schrott (…)” ([1], S. 19) - als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln, weil ich finde, dass er damit den Nagel genau auf den Kopf trifft.

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Tuesday, March 3rd, 2009 at 13:56